Institut für Lösungsorientiertes Malen

Abschied und Neubeginn


Das menschliche Leben ist in jedem Lebensalter Wandel und neuen Herausforderungen unterworfen und damit geprägt durch ständige Veränderungen, durch Verlassen, Verlassenwerden und Neuanfänge. Das umfasst nicht nur Beziehungen, sondern auch Lebensleitsätze, Überzeugungen, Hoffnungen und Lebenspläne, die irgendwann ihre Bedeutung verändern oder verlieren. Doch dieser Prozess von loslassen und anpacken kann von sehr viel Unsicherheit und Angst begleitet sein, denn das Bekannte bot bisher Sicherheit, und das Neue birgt Risiken.

Im LOM® Lösungsorientierten Malen begleiten wir den Abschied mit gemalten Bildern von lieb gewonnen Menschen, Dingen und Lebenssituationen. So öffnen sich Perspektiven und neue Möglichkeiten mit dem Leben umzugehen.

Die 55 jährige Frau hat Angst vor der Zukunft. Angst vor der kommenden Unbeweglichkeit, vor der Einschränkung ihres Lebens. Ihr Fokus ist im Moment auf Schmerzen und Handicaps gelenkt die sie wegen einer fortgeschrittenen Arthrose erleidet. Es ist nötig, sich auf eine neue Situation in ihrem Leben vorzubereiten.

Wir beginnen damit, Abschied von der früheren Beweglichkeit zu nehmen. Welche Bilder erinnert sie, wenn sie daran denkt?

Sie erinnert sich ans Tanzen und Springen auf der Wiese und sieht sich in jener Zeit ein Stirnband mit Gänseblümchen tragend.



Dann sieht sie ihr Bein und ihren Fuss, wie er nach einem Sprung in der Wiese landet.



Nun wird es Zeit, dass sie sich dem zuwendet was ist: "Wenn die Tatsache, dass dein Körper ist wie er ist eine Käsesorte wäre, was wäre sie dann für eine?



Die Tatsache und grosse Angst ist, dass sie immer alleine mit ihren Schmerzen ist, tapfer zu Hause bleibt wenn die anderen wandern und skifahren und in frohen Runden heimlich Schmerzmittel einnehmen muss, alleine gegen tägliche Schmerzen und Einschränkungen kämpft. Diese Angst wird mit einer Metapher bearbeitet.



Nun soll diese Arbeit in die Zukunft verankert werden, damit sie weiter wirkt: "Stell dir vor, die Arbeit die du jetzt gemacht hast und die Perspektive die du gewonnen hast ist wie ein Samenkorn, das du in die Erde gelegt hast. Es fängt an zu wachsen, bildet Stengel und eine Blüte. Welche Blüte wird das sein?




Vieles im Leben lässt sich nicht ändern. Es hilft, wenn der Kopf nicht in den Sand gesteckt wird sondern die Situation in jedem Stadium mit offenen Augen und Perspektive im Herzen angegangen wird.






(Siehe Egger/Merz: „Lösungsorientierte Maltherapie“ Huber Verlag 2013)